Montag, 1. Juni 2026

5. Urwaldsteig-Ultratrail

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, aber gehen wir das Ganze mal chronologisch durch. Der Start war eher eine spontane Entscheidung als Ersatz für den ausgefallenen BiMa-Ultratrail und ich bin froh, überhaupt am Start gestanden haben zu können.

Ende Februar bin ich mal wieder umgeknickt, dieses Mal aber zum Glück nicht ganz so schlimm. Bereits nach 2 Wochen konnte ich schon wieder locker ins Lauftraining einsteigen. Viel schlimmer erwischte es mich dann nur 4 Wochen nach dem Supinationstrauma. Also ich konnte nicht mal 2 Wochen trainieren, da meldete sich das Knie. Zwei Tage nach einem Leg Day, bei dem ich es wahrscheinlich bei den Step-Downs etwas übertrieben (zu viel Gewicht und zu tief runter) habe, hängte ich zwei Tage später, trotz eines leichten Ziehens im Knie, bei dem ich mir nicht viel bei gedacht habe, Intervalltraining dran. Die Tage zuvor war ich schon auf den Herkulestreppen unterwegs und das war für mein Knie dann einfach zu viel. Es dauerte über 2 Wochen, bis ich das erste Mal überhaupt wieder ein paar Kilometer unterwegs sein konnte ich und startete erstmal mit einer leichten Wanderung mit meiner Freundin. In der Folgewoche wurden dann immer mal kleine Läufe eingestreut, um zu schauen, ob sich die Quadrizepssehne wieder meldet. Zum Glück meldete sich das Knie nicht mehr und so waren wir Mitte April schon wieder auf einer größeren Wanderung unterwegs. Über 3 Wochen, nachdem der ganze Spaß los ging, konnte ich auch schon wieder 10 km am Stück ohne Probleme joggen – für den Ultratrail beim Bilstein-Marathon war es aber natürlich zu spät. :-(

Vor dem Großglockner-Trail Ende Juli wollte ich aber auf jeden Fall nochmal irgendein Ding machen und irgendwann ploppte mir der Urwaldsteig-Ultratrail in die Augen. Ich wusste sofort, dass es wahrscheinlich keine gute Idee ist, sich gleich für so einen Klopper anzumelden, aber nach einer Beratung durch ChatGPT tat ich es doch. Wobei man bei ChatGPT glaube echt aufpassen muss. Ich glaube, das schmiert einem gerne Honig ums Maul, damit man davon nicht angepisst ist und es weiter nutzt. Ich ließ mir auch gleich einen Trainingsplan erstellen, an den ich mich größtenteils hielt. Nur 2 Wochen vor dem Urwaldsteig grätschte mir der Speed Trail beim Löwenlauf in Bad Zwesten dazwischen. Das war ja eigentlich das Wochenende für den letzten und längsten langen Lauf, sogar von einem Back-to-back-Run war die Rede, aber ich gab beim Speed Trail nochmal richtig Gas und war überrascht, wie gut ich die 33 km durchkam. Eine Woche nach dem Speed Trail und eine Woche vor dem Urwaldsteig ging es dafür auf eine spontane Back-to-back-Wanderung. Sonntags in und um Hann. Münden nochmal ordentlich Höhenmeter gemacht und montags um 4:30 Uhr sind wir zum Sonnenaufgang auf den Dörnberg gewandert.

So stand ich dann da. Am Start. Mit wenig Laufkilometern in den Beinen. Und 66 Kilo- mit 2000 Höhenmeter vor mir. An all das habe ich tatsächlich aber gar nicht gedacht, irgendwie hatte ich schon wieder nur die Zielzeit im Kopf. Vor 5 Jahren brauchte ich 8:18 Stunden für die Strecke und mindestens das wollte ich wieder schaffen. Total bescheuert, das weiß ich jetzt auch. Direkt nach 100 m musste ich auch schon einmal stoppen und alle vorbeiziehen lassen, der GPX-Track war irgendwie nicht auf meiner Uhr zu sehen. Also Aktivität abgebrochen und die Strecke nochmal neu geladen, das ging dann zum Glück sofort. Dabei war der GPX-Track nur als grobe Orientierung gedacht, tatsächlich sollte man sich an die Kennzeichnung des offiziellen Urwaldsteigs halten. Ich denke, das haben nicht alle gemacht, und auch ich kann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass ich keinen Wegweiser übersehen habe. Gerade auf der ersten Hälfte des Rennens orientierte sich der GPX-Track gerne mal an dem breiten Forstweg und ließ die anspruchsvollen Trails des Urwaldsteigs links und rechts liegen. Folgte man nur dem Track, so hat man sich einige Höhenmeter und äußerst technische Trails erspart.

Die erste Hälfte lief noch ganz gut, aber ich war hier schon wesentlich langsamer unterwegs als noch vor 5 Jahren. Am Verpflegungspunkt nach 33,5 km war ich gestern erst nach 4 Stunden, vor 5 Jahren nach 3:45 Stunden, und der zweite Teil der Strecke ist zwar weniger hügelig, hat dafür aber nochmal richtig lange Up- und Downhills über höhere Berge in sich. Anfangs freute ich mich noch über die Uphills – Gehpausen – aber diese waren immer mal wieder richtig steil und technisch. Insbesondere ca. 1 km vor dem Ziel, wo ich mit den Gedanken schon längst auf dem Sofa war, wurde es ungeplant nochmal richtig eklig. Hier kam auch wieder die Diskrepanz zwischen GPX-Track und Wegweisern ins Spiel. Während der GPX-Track einfach gerade aus dem gut ausgebauten Wanderweg folgte, zeigte der Wegweiser auf einen anscheinend noch nicht ganz so alten Trampelpfad den Hang hinunter. Ich stand da, fast mit Tränen in den Augen: „Das kann doch nicht deren ernst sein!?“ Also quälte ich mich diesen steilen, technischen Abhang hinunter, um mich auf der anderen Seite in die Laufstöcke gepresst wieder hochzuquälen. Bereits 3 km vor dem Ziel und nach dem letzten Aufstieg – dachte ich zumindest – legte ich eine kurze Pause ein. Das war aber tatsächlich die einzige ungeplante Pause während des gesamten Rennens. Einmal beim Regenjacke ausziehen und einmal am Verpflegungspunkt standen meine Beine mal für ein paar Minuten still.

Sorgen bereitete mir zwischenzeitlich auch wieder das Knie. Diesmal nicht das rechte oberhalb der Kniescheibe, wie bei der Sehnenreizung, sondern das linke an der Außenseite. Bei den Downhills tauchte immer wieder ein stechender Schmerz auf, welcher aber kurz danach auch wieder verschwand. Wahrscheinlich hat das Iliotibialband (ITBS) angefangen zu rebellieren, was bei der Belastung nicht unüblich ist. Da der Schmerz aber immer gleich wieder verschwand, sollte mir das keine große Sorgen bereiten. Bis zum Großglockner-Trail liegen ja noch einige Höhenmeter und Leg Days vor mir und das könnte das Problem schon beheben.

Zum Wetter könnte ich auch noch ein ganzes Kapitel schreiben. Anfangs hat es wie vorausgesagt geregnet und das störte mich wenig. Immer noch besser als die 30° vom Vortag. Zwischendurch sollte mal kurz die Sonne scheinen und dann wieder regnen. Während des Sonnenscheins freute ich mich schon wieder auf den Regen und die willkommene Abkühlung, aber es sollte anders kommen. Der Regen blieb aus, es blieb warm und schwül, nur ein Donnergrollen hat man in der Ferne mal vernommen. Und obwohl ich genug zu trinken dabeihatte, hatte ich mal wieder viel zu wenig getrunken. Deswegen bevorzuge ich auch die Softflask, da kann man immer sehen, wie viel man schon getrunken und was man noch an Reserve hat. Bei der Trinkblase im Rucksack ist das leider nicht der Fall. Allerdings brauchte ich die 2,5 Liter, die ich am VP nach 33,5 km nochmal vollgemacht hatte, auf der langen Strecke und konnte mich somit nicht nur auf die beiden Softflasks vorne in der Weste verlassen.

Nach 8:52 Stunden war ich dann endlich im Ziel und anders als sonst kullerten keine Freudentränen über meine Wangen. Ich war fix und fertig und habe mich erstmal für einige Minuten auf die Mauer gelegt. Der Lauf war aber auch speziell, weil halt privat organisiert und kein Riesenteilnehmerfeld. Ich war eigentlich die ganze Zeit alleine unterwegs und im Ziel erwarteten mich keine Moderation, keine Musik, kein Zielbogen, keine Zuschauer… Das war schon eher eine Expedition als ein Wettkampf und mental sehr herausfordernd. Trotzdem ist der Lauf über den Urwaldsteig wunderschön und ich kann diesen Rundweg um den Edersee jedem nur empfehlen. Jetzt, einen Tag später, blicke ich schon wieder etwas entspannter auf die Zeit von fast 9 Stunden zurück. Nach der Vorgeschichte bin ich megastolz auf mich, es überhaupt bis ins Ziel geschafft zu haben.

Montag, 17. November 2025

Spendenliste November 20258

   

DatumKilometerArtMultiplikatorSpendeKommentar
01.11.202513,31 kmLauf0,1 €/km1,33 €Gassirunde und Kurierdienst
02.11.20255,27 kmLauf0,1 €/km0,53 €nüchterne Gassirunde
02.11.20257,21 kmWandern0,1 €/km0,72 €Schatzi in der Kur besucht
03.11.20251,25 kmLauf0,1 €/km0,13 €Rad aus der Werkstatt holen
04.11.202515,34 kmRad0,1 €/km1,53 €pendeln
04.11.202510,47 kmLauf0,1 €/km1,05 €Gassirunde und Weinbergintervalle
05.11.202515,80 kmRad0,1 €/km1,58 €pendeln
06.11.202515,80 kmRad0,1 €/km1,58 €pendeln
06.11.20254,75 kmLauf0,1 €/km0,48 €Gassirunde
07.11.202515,80 kmRad0,1 €/km1,58 €pendeln
08.11.202515,34 kmLauf0,1 €/km1,53 €Gassirunde extended
09.11.202515,25 kmWandern0,1 €/km1,53 €Wonderwoman Run für und mit Schatzi
10.11.202515,80 kmRad0,1 €/km1,58 €pendeln
11.11.20258,94 kmLauf0,1 €/km0,89 €Gassirunde und Weinbergintervalle
12.11.202515,80 kmRad0,1 €/km1,58 €pendeln
13.11.202515,80 kmRad0,1 €/km1,58 €pendeln
13.11.202511,26 kmLauf0,1 €/km1,13 €Gassirunde extended
15.11.202519,83 kmLauf0,1 €/km1,98 €Premiumwanderweg P4
16.11.20254,06 kmLauf0,1 €/km0,41 €Gassirunde
November 202522,72 €Stand: 17.11.2025
 

Spendenliste Oktober 2025

   

DatumKilometerArtMultiplikatorSpendeKommentar
01.10.202518,56 kmRad0,1 €/km1,86 €pendeln und zum Hund
02.10.202515,34 kmRad0,1 €/km1,53 €pendeln
02.10.20259,00 kmLauf0,1 €/km0,90 €Gassirunde extended
04.10.202516,79 kmLauf0,1 €/km1,68 €Testlauf La Sportiva Cyklon
06.10.20257,53 kmLauf0,1 €/km0,75 €Run2Work
06.10.20257,77 kmLauf0,1 €/km0,78 €Crescendo2Home
07.10.202515,34 kmRad0,1 €/km1,53 €pendeln
18.10.20257,62 kmLauf0,1 €/km0,76 €Gassirunde extended
20.10.20255,4 kmLauf0,1 €/km0,54 €Running in the rain
22.10.202515,34 kmRad0,1 €/km1,53 €pendeln
22.10.202511,81 kmLauf0,1 €/km1,18 €Gassirunde und Hügelsprints
26.10.202510,20 kmLauf0,1 €/km1,02 €Gassirunde extended
28.10.20256,37 kmLauf0,1 €/km0,64 €Gassirunde und Treppenläufe
29.10.202515,34 kmRad0,1 €/km1,53 €pendeln
30.10.202516,88 kmRad0,1 €/km1,69 €pendeln und Rad in die Werkstatt bringen
30.10.20251,45 kmLauf0,1 €/km0,15 €Puls viel zu hoch -> Ruhetag
31.10.20256,93 kmWandern0,1 €/km0,69 €Schatzi in der Kur besucht
Oktober 202518,76 €Stand: 01.11.2025

Da ich nie unter 20 € spenden wollte, auf 20 € aufgerundet.

Samstag, 20. September 2025

Meine erste olympische Distanz im Triathlonbereich

Endlich sollte es soweit sein, meine erste olympische Distanz stand an, nachdem diese schon lange auf meiner To Do-Liste stand und der WerraMan 2020 wegen Corona abgesagt wurde. Seitdem gab es keinen Versuch mehr, mich auf diese Distanz vorzubereiten oder an einer teilzunehmen. Nachdem ich die Anmeldung für den CherryMan verpasst hatte, meldete ich mich letztendlich für den Twistesee-Triathlon an und dann gleich für die olympische Distanz, wenn diese schon angeboten wird.

Wie bereits berichtet, gab es 48 Stunden vor dem Triathlon ein riesengroßes Tohuwabohu. Das ist jetzt, Sonntagmorgen, aber alles vergessen. Meinen Neoprenanzug hatte ich um 8:00 Uhr bereits in der Hand und ich machte mich auf den Weg nach Wetterburg bei Bad Arolsen. Ich war auch 10 Minuten vor der Wettkampfbesprechung vor Ort und hatte keinen großen Stress beim Check-In, bis auf...

Man fand mich zunächst nicht auf der Starterliste, aber groß beunruhigt hat mich das nicht. Mir war schon irgendwie klar, dass ich bei dem ganzen Durcheinander vielleicht nicht gleich zu finden sei. Ich stand auf einer gesonderten Liste bei dem Kollegen, mit dem ich per E-Mail meinen Startplatz noch klar gemacht hatte.

Dann kam der Rad Check-In und der Wettkampfrichter hat sich meinen 15 Jahre alten Helm ganz genau angeschaut. Dieser ist schon ziemlich ramponiert hat auch einen kleinen Riss an der Außenhülle. Da dieser aber nicht durchgängig ist, hat man mich durchgelassen, aber ich solle mir doch mal einen neuen Helm besorgen. 🥵
 
Nun hieß es bis zum Start warten, das war aber alles sehr kurzweilig. Da ich nicht so oft an Triathlons teilnehme, ist alleine das ganze Bereitlegen in der Wechselzone schon aufregend genug für mich. Dann kam auch noch der Neoprenanzug zum Einsatz. Es ist bestimmt schon über 10 Jahre her, als ich das letzte und erste Mal mit einem Neoprenanzug geschwommen bin. Und das war nur im Training im Edersee, ohne anschließenden Zeitdruck in der Wechselzone, und mit einem richtigen Triathlonanzug. So ein Taucheranzug, wie er heute zum Einsatz kam, ist dann doch etwas anders. Zunächst starteten aber die Volkstriathlon-Frauen und -Staffeln und anschließend die -Männer.
 

Der Startschuss für mich und die anderen Teilnehmer der offenen Klasse, also ohne Ligazugehörigkeit, fiel um 9:50 Uhr. Es lief erstaunlich gut, auch wenn ich gerade zu Anfang immer wieder einen Fuß in der Hand oder selber Hände an den Füßen hatte. Das lässt sich bei so einem Massenstart im Wasser nicht verhindern und ist der Triathlet eigentlich auch gewöhnt. Ich habe die letzten Wochen ein paar Mal im Schwimmbad trainiert, was sich aber ganz und gar nicht mit dem Freiwasserschwimmen vergleichen lässt. Alleine die Orientierung so ohne Fliesen und Markierung auf dem Boden ist etwas umständlich, zum Glück war das Wasser aber angenehm ruhig. 1500 m sollten bewältigt werden und das bin ich auch schon seit über 10 Jahren nicht mehr am Stück geschwommen. Dafür lief es aber erstaunlich gut. Ich hatte nicht einmal das Bedürfnis, auch wenn es zwischenzeitlich mal hart wurde, eine Pause einlegen zu müssen. Der Ausstieg aus dem Wasser, nachdem man die ganze Zeit in der Waagrechten verbracht hatte, war auch sehr nervenaufreibend. Ich kam zunächst gar nicht auf die, ehrlich gesagt aber auch ziemlich hohe, erste Stufe und mir wurde leicht schwummrig. Bereits auf dem Weg zur Wechselzone versuchte ich dann den Neoprenanzug zu öffnen, was mir genau wie das Ausziehen an sich bei der Trockenübung noch wesentlich leichter gefallen ist.

In der Wechselzone lag dann alles bereit. Ich konnte spontan entscheiden, was ich anziehen würde. Wegen der frischen Temperaturen lagen Armlinge und eine dünne Jacke bereit, ich beließ es aber bei einem normalen Laufshirt. Alles andere wäre bei der nassen Haut viel zu umständlich gewesen überzuziehen. Nun stand die größte Herausforderung an: Das Radfahren. Warum ich da so schlecht bin, kann ich nicht mal sagen. Ich fahre viel mehr Rad als dass ich schwimme, aber es ist halt was anderes, wenn man mal an die Arbeit pendelt oder 40 km im Wettkampfmodus unterwegs ist und anschließend noch laufen soll. Beim Schwimmen kommt es sehr stark auf die Technik an und die habe ich zum Glück drauf. Ich war ja mal eine Zeit lang beim WVC Kassel und hatte sogar mal ein Wochenendcoaching unter Lother Leder.

Während ich beim Schwimmen noch erstaunt darüber war, dass es so gut lief und ich komplett durchkraulen konnte, gab es beim Rad fahren keine Überraschung. Ich wurde oft überholt und versuchte immer wieder an meinem Vordermann dran zu bleiben. Die Radstrecke hatte es mit welligen 750 Höhenmeter aber auch ganz schön in sich. Als ich 10-15 km vor dem Ziel von einer Dame überholt wurde, schwor ich mir, an dieser dran zu bleiben. Pustekuchen! Auch wenn ich immer wieder an sie ran kam, war sie auf einmal komplett aus meinem Blickfeld verschwunden. 🤷‍♂️

Die nächste Station in der Wechselzone verlief dann ohne Probleme, hier mussten ja nur die Schuhe getauscht werden. Kein eng anliegender Neoprenanzug pappte an mir und auch kein Abtrocknen war nötig. Nur aus dem Laufshirt schlupfte ich wieder raus und lief mit meinem Trisuit (einteiliger Triathlonanzug für das Schwimmen, Radfahren und Laufen) weiter, da es doch etwas wärmer wurde.

Nach den 40 km auf dem Rad fragte ich mich, wie ich jetzt noch 10 km laufen solle. Meine Oberschenkel brannten und ich lief zunächst wie auf Eierschalen. Nach einigen Metern gewöhnte sich meine Muskulatur aber wieder an das gewohnte Laufen und ich konnte ein bisschen schneller unterwegs sein. Nichtsdestotrotz war es aber natürlich etwas anderes, als wenn ich zuvor nicht schon Schwimmen und Radfahren in den Armen und Beinen gehabt hätte. Beim letzten Anstieg vor dem Ziel tauchte sie dann wieder auf: Die Dame, die mich auf dem Rad abgehängt hatte. 😅 Während sie die steile Steigung ging, trabte ich dort etwas schneller hinauf und überholte sie. Dann legte sie aber einen Gang zu und überholte mich kurz vor Ende der Steigung wieder. Dann kam der Zielsprint und ich war hochmotiviert und alle Schmerzen waren vergessen. Ich gab Gas und hatte auf den letzten Metern teilweise einen Pace von deutlich unter 4 min/km auf der Uhr. Aber dann passierte es, ein Mädchen trat auf die Rennstrecke und ich habe sie volle umgerannt. Ihre Mutter war dort als Helferin eingeteilt, sie selber hat wohl auch bei der Getränkeausgabe ausgeholfen, und ich realisierte ziemlich schnell, dass nichts passiert ist. 🥵 Ich gab also weiter Gas und ließ meiner persönlichen Endgegnerin in Form der Dame - nun hinter und nicht wie beim Radfahren vor mir -  keine Chance. Natürlich ging ich direkt nach dem Zieleinlauf noch einmal zurück auf die Strecke und erkundigte mich bei dem Mädchen. Es war wirklich alles okay und es ist nichts passiert. 👍

Ich wurde 52. beim Schwimmen, 68. beim Radfahren, 48. beim Laufen und 60. insgesamt von 97 Starter*innen. Eigentlich recht ernüchternd, aber wenn man bedenkt, dass ich alle 1-2 Jahre mal an einem Triathlon teilnehme, so gut wie kein Radfahren trainiere und vielleicht 2-3x im Jahr schwimmen gehe, ist das doch recht passabel. Ich gehe mal davon aus, dass die Konkurrenz, die bei der olympischen Distanz startet, obwohl sie auch die Möglichkeit hätte die Volksdistanz zu absolvieren, doch schon etwas trainierter ist.

Ergebnisse: Ergebnis_5_Triathlon_Twistesee2025 (ihr findet mich auf Platz 55 unter den Männern)