Samstag, 28. November 2020

Spenden für den Wilde Hilde-Lebenshof

Mit den Anfängen meiner Knieprobleme ist auch meine Spendenaktivität eingeschlafen. Das tut mir wirklich leid und ich möchte hiermit das Versäumte nachholen, sozusagen als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für den Lebenshof.

Da ich nie unter 20 € im Monat spenden wollte, habe ich bei allen Monaten mit unter 20 € auch noch die Höhenmeter mit 0,001 hinzu multipliziert. Waren es dann immer noch weniger als 20 €, wurde auf 20 € aufgerundet.

MonatKilometerArtMultiplikatorSpendeKommentar
11/2020157,78 kmLauf0,1 €/km20,00 €wieder eine kurze Zwangspause, die aber genau zur richtigen Zeit kam (3,5 Wochen zuvor stetig gesteigert)
10/2020224,2 kmLauf0,1 €/km22,42 €Kurzurlaub in und um Bad Tölz (fast 8.000 Höhenmeter)
09/2020161,54 kmLauf0,1 €/km21,64 €inkl. 0,2 €/km-Multiplikator für den Südthüringentrail und Herkules-Berglauf
08/2020269,41 kmLauf0,1 €/km33,92 €keine langen Läufe, aber dafür viele mit vielen Höhenmetern (fast 18.000 - Saas-Fee, Zermatt, Chamonix, Comer See, Liechtenstein...)
07/2020215,87 kmLauf0,1 €/km21,59 €Und tatsächlich, die Schmerzen sind wie von Geisterhand verschwunden. 😲
06/2020122,95 kmLauf0,1 €/km20,58 €ein Orthopäde fand eine Verhärtung in den Unterschenkeln und er meinte sofort, dass die Schmerzen jetzt weg sein sollten 😲
05/202036,2 kmLauf0,1 €/km20,00 €bei einem 26 km-Lauf kamen die Schmerzen urplötzlich zurück (Zu schnell zu viel?) 😭
04/2020205,95 kmLauf0,1 €/km20,60 €sogar 30 km-Läufe sind kein Problem mehr (abgesehen von der Kondition) 🥵
03/2020131,17 kmLauf0,1 €/km20,00 €💪
02/202070,14 kmLauf0,1 €/km20,00 €
01/202079,79 kmLauf0,1 €/km20,00 €langsam fing ich wieder an die Umfänge zu steigern
12/201933,86 kmLauf0,1 €/km20,00 €
11/20197,11 kmLauf0,1 €/km20,00 €
10/201920,01 kmLauf0,1 €/km20,00 €
09/201918,06 kmLauf0,1 €/km20,00 €
08/201973,17 kmLauf0,1 €/km20,00 €Feierabend - Zwangspause - wenn überhaupt nur noch kurze Läufe oder wandern 😭
07/2019278,28 kmLauf0,1 €/km27,83 €hier wurden meine Knieschmerzen immer schlimmer 🤕
06/2019153,04 kmLauf0,1 €/km20,00 €inkl. 0,2 €/km-Multiplikator für den DAK-Firmenlauf
06/2019 - 11/2020388,58 €

Montag, 14. September 2020

Meine bisher krasseste Bergerfahrung

Chiesetta degli Alpini
Ich weiß! Ich habe hier schon sehr, sehr lange nichts mehr geschrieben. Diese Erfahrung muss ich aber einfach mal wieder niederschreiben und ich denke auch, dass ich demnächst mal eine kleine Zusammenfassung darüber schreibe, was ich in den letzten Monaten alles so gemacht und erlebt habe.

Ich war gerade auf einem Roadtrip mit meinem selbst gebauten SUV-Camper in Norditalien unterwegs. Die letzten beiden Tage war ich wegen Gewitterwarnung nicht in den Bergen, war Wandern am Lago d'Orta und habe mir Mailand angeschaut. Eigentlich wollte ich von Mailand aus direkt weiter zum Gardasee fahren und dann noch weiter nach Venedig und Slowenien in den Triglav-Nationalpark. Kaum hatte ich Mailand verlassen, sah ich diese interessante Bergkette am Horizont. Ich habe kurz angehalten und recherchiert um welche es sich dabei handelt. Schnell fand ich heraus, dass sich diese unweit des Comer Sees befand und so beschloss ich spontan meine Route zu ändern. Venedig und Slowenien werde ich dann zwar definitiv nicht mehr schaffen, aber die hebe ich mir dann halt für später auf.

Ich habe mir einen Stellplatz am Comer See gesucht und die Nacht dann dort verbracht. Wie ich später heraus fand, handelte es sich dabei gar nicht um den Comer See, sondern um den kleineren, vorgelagerten Lago di Annone. Egal, das hat mich beim Übernachten nicht gestört, da ich nach dem Frühstück eh gleich weiter Richtung Ballabio gefahren bin. Ich habe Ballabio angesteuert, da mir der eigentlich Startpunkt der Bergtour, die Rifugio Carlo Porta, schon zu weit oben erschien und ich wollte gerne ein paar Höhenmeter mehr machen.

vom Aufstieg
Zunächst kam ich an der kleinen Bergkapelle Chiesetta degli Alpini vorbei und dann ging es an kleineren Wasserfällen nach oben auf die Via Carlo Mauri. Dieser folgte ich ein ganzes Stück Richtung Nordosten, wo ich unter anderem auf einen sehr coolen Downhill-Singletrail und auf deutsche Wanderer traf, die ein Restaurant gesucht haben. Leider konnte ich ihnen auch nicht helfen und nach dem ca. 3 km langen Trail ging es ca. 5 km nur noch bergauf an der Alpe Cova vorbei. Auf diesen 5 km legte ich 1.300 Höhenmeter zurück und bis auf die schöne Aussicht in meinem Rücken war der Aufstieg recht unspektakulär. Ich ärgerte mich schon etwas, dass das hier oben von der Mailänder Stadtgrenze aus alles so spektakulär aussah und ich mich jetzt diesem doofen Weg nach oben schlängeln musste, zumal ich auch den Wolken immer näher kam und sich dann auch bald die Aussicht verabschiedete.

Aufstieg Richtung Grigna Settentrionale
Wie aber so oft bei meinen Bergtouren, eigentlich war es bisher immer der Fall, dass ich von der Wolkenseite kam und dann hinter dem Grat auf der anderen Seite des Berges eine phänomenale Aussicht genießen durfte, staunte ich oben nicht schlecht, als ich den Comer See und die vielen weiteren Seen in der Umgebung vor mir im Tal sah. Ich folgte dem Grat bis zum Gipfel des Grigna Settentrionales und legte dort oben erst mal eine wohlverdiente Pause ein. Als ich dann aber ein noch weit entferntes Donnergrollen vernahm, nahm ich meine Beine in die Hand und startete den Downhill. Von hier aus sollte es meines Wissens nur noch bergab gehen und so wollte ich auf jeden Fall vor dem Gewitter wieder einige hundert Höhenmeter weiter unten sein.

Ich düste also los und nahm den Downhill vor mir in Angriff. Ich kam an einer Schutzhütte vorbei und rannte weiter. 500 m später warf ich dann mal einen Blick auf die Karte und stellte fest, dass ich in die komplett falsche Richtung lief. Irgendwie hätte ich bei der Schutzhütte abbiegen und wohl einen anderen Weg nehmen sollen. Das Donnergrollen kam immer näher und jetzt lagen meine Nerven schon etwas blank. Ich drehte um und dachte mir, dass ich das Gewitter ja in der Schutzhütte überstehen könnte - die Wolken zogen recht schnell vorbei und das Wetter machte jetzt nicht den schlechtesten Eindruck. Leider war die Schutzhütte verschlossen und so setzte ich mich gute 30 Minuten unter den Anbau der Hütte, bis ich eine längere Zeit kein Donnergrollen mehr vernahm. Es war jetzt kein schlimmes Gewitter, alle paar Minuten mal ein Donnergrollen, aber das hat mir als unerfahrenem Bergläufer schon gereicht. Die letzten zwei Tage war ich also wegen Gewitterwarnung unten im Tal und heute, wo ich wieder in den Bergen bin und es keine Warnung gab, fing es plötzlich an zu donnern.

Grigna Settentrionale (2410 m)
Ich studierte dann auch nochmal die Karte und stellte fest, dass es von hier aus auf einen ziemlich langen Grat gehen würde. Pustekuchen mit Downhill, jetzt ging es über die Gipfel der Bergkette erst mal wieder hoch und runter. Ich war wirklich heil froh, dass ich nicht(!) in Deutschland unterwegs war und somit guten Empfang da oben in den Bergen hatte. Ich habe mich nochmal ausgiebig über das Verhalten bei Gewitter in den Bergen informiert, wirklich beruhigt hat mich das zunächst aber nicht.

Wie gesagt setzte ich dann die Tour fort, nachdem ich einige Minuten kein Donnergrollen mehr vernahm. Ich ging die Gratüberschreitung auch recht fix an, weil ich ja nicht wusste, wie weit das Gewitter nun entfernt war und ob nicht vielleicht nochmal etwas nachkommt. Natürlich stürzte ich mit meinen neuen Carbonstöcken, aber zum Glück haben die den Unfall unbeschadet überstanden. Mit der Zeit wurde ich dann auch etwas ruhiger, weil ich auch wirklich kein Donnergrollen mehr vernahm.

die böse Viper
Der Grat war technisch sehr anspruchsvoll und so musste ich auf jeden Tritt achten. Ich schaute immer genau, wohin ich meinen Fuß als nächstes stellen konnte. Zwischen den Steinen erkannte ich dann eine Schlange genau an der Stelle, wo ich meinen Fuß platzieren wollte. Zum Glück habe ich die sofort gesehen, denn das wäre hier oben ganz sicherlich das Ende meiner Tour gewesen. Wie sich hinterher herausstellte, handelte es sich um eine Viper. Eine nicht ganz ungefährliche Schlange und nach einem Biss hätte ich wohl die Bergwacht rufen müssen. Ich bin also einen Schritt zurückgegangen und habe eine andere Möglichkeit gesucht von dem Vorsprung hinunterzukommen. Leider sah ich weder links noch rechts einen Weg, der mich um die Schlange hätte herumführen können. Als ich dann nochmal zwischen die Steine schaute, schlängelte sich das Tier gerade in den Fels und war kurz darauf verschwunden.

hier musste ich absteigen
Der Grat wurde immer technischer und anspruchsvoller. Immer wieder musste ich mich an Stahlketten krallen und mich in bester Batman-Manier am Felsen abseilen oder hochziehen. Jetzt war ich also in dem spektakulären Gelände unterwegs, was ich bereits von Mailand aus sah. Nach dem Gewitter und der Schlange waren meine Nerven echt angeschlagen und ich habe nur gehofft, dass das alles bald ein Ende hat - es wurde aber noch schlimmer. Ich musste unter anderem durch eine Felsspalte über 1,5 m große Felsen klettern oder über in die Wand eingebrachte Stähle und einer Kette den Abgrund überwinden. Das Gipfelkreuz vom Grigna Meridionale war vielleicht 100 m weit von mir entfernt, aber ich hatte einfach keine Lust mehr in diesem Gelände umherzuklettern. So ließ ich es einfach aus und begann am Monte Campione direkt mit dem Abstieg.

Stahlketten und Tritte in der Wand
Bereits als ich von weit oben aus die Via Carlo Mauri sah, von der ich gekommen bin, hatte ich ein unwohles Gefühl im Magen. Bei diesem Downhill war ans Laufen nicht zu denken und so setzte ich weiterhin vorsichtig einen Fuß nach den anderen. Links und rechts von mir gab es noch interessante Felsformationen, aber wie schon beim Grigna Meridionale ließ ich die einfach aus und wollte nur noch unten ankommen. Kaum war ich unten angekommen, setzte ich mich an einen Trinkwasserbrunnen und heulte Rotz und Wasser. Ich war mit meinen Nerven echt am Ende und so froh das überstanden zu haben. Es mischte sich aber auch Stolz und Dankbarkeit, das alles erlebt haben zu dürfen, unter mein Gefühlschaos.

Vom Trinkbrunnen aus ging es nochmal über 2,5 km bergab zu meinem Auto, aber der Weg war wirklich kein Problem mehr und ließ sich zum größten Teil auch ordentlich laufen. Meine Gefühle hatte ich wieder unter Kontrolle, als wäre nichts gewesen. Nach 8,5 Stunden und über 2.400 Höhenmeter war ich wieder unten und ließ mich erst mal auf die Straße sacken. Geplant hatte ich mit vielleicht 5 Stunden und klar unter 2.000 Höhenmeter.

22,7 km - 2.448 Höhenmeter (laut Strava) - 5:50 h




Freitag, 25. Oktober 2019

Support auf der Ramsay Round (und ein bisschen Bob Graham)

auf dem Weg zum Skiddaw
Ich musste nochmal ein paar Stunden arbeiten, bevor es in den ICE Richtung Hamburg ging. Auf dem Weg dorthin stieg Frank Kleinsorg in Göttingen zu und Ole Evers trafen wir dann mit circa einstündiger Verspätung in Hamburg. Auf uns wartete ein geniales Abenteuer in Großbritannien, ich durfte sowohl auf der Bob Graham (obwohl man hier nicht wirklich von Support reden konnte, ich war eher Mitläufer) als auch auf der Charlie Ramsay Round supporten. Geplant war eigentlich nur ein Aufenthalt in Fort William (Schottland), aber unsere Kontaktperson vor Ort hatte eine Terminüberschneidung und so ging es von Manchester aus zunächst mit Bus und Bahn nach Keswick in den englischen Lake District. Wir stiegen spontan in ein Hostel ab und ließen den Zeltplatz, auf dem der Rest der Supporter für Tom waren, links liegen, da wir uns vor der Charlie Ramsay Round in ein gemütliches Bett legen wollten.

Skiddaw Little Man im Schatten des Skiddaw
In Keswick begleiteten wir Tom auf den ersten Kilometern seiner Bob Graham Round. Paul hatte den Kontakt hergestellt, so dass wir nicht ganz untätig die ersten zwei Tage in England verbrachten. Wir trafen Tom Lynch und seine Truppe kurz vor seiner Runde an der Back Bar, bevor es zum Startpunkt an der Moot Hall ging. An der Bar übergab ich einem seiner Supporter noch ein kleines Geschenk in Form von Salomon-Buffs und -Soft Cups. Das Wetter war absolut perfekt, gerade das ist hier ja immer ein Glücksspiel und mit eine der größten Herausforderungen auf der Runde. Der Herausforderung von Regen und Wind musste er sich bei seiner Runde schon mal nicht stellen. Sein Zeitplan ging von 22 Stunden aus, um die kompletten 42 Gipfel mit circa 100 Kilo- und über 8000 Höhenmeter zu bewältigen. Bereits auf den ersten Kilometern hinauf zum Skiddaw erlief er sich einen Vorsprung von 5 Minuten. Wir mussten hier schon wieder umdrehen, da wir uns vor unserem eigenen Versuch in den schottischen Highlands nicht zu sehr verausgaben wollten. Wir liefen aber nicht den gleichen Weg zurück, sondern nahmen einen anderen Abstieg, den ich vor gut einem Jahr bei meinem Lake District-Besuch als Aufstieg zum Skiddaw hinauf gelaufen bin. Tom beendete seine Runde nach hervorragenden 20:09 Stunden.

Blick auf den Loch Leven
Am nächsten Tag holte Paul uns dann ab und es ging Richtung Fort William in die westlichen Highlands. Nach fast 5 Stunden Autofahrt erledigten wir erstmal unseren Großeinkauf und zogen dann ins Hostel ein. Um 3 Uhr morgens hieß es schon wieder aufstehen, da die Jungs um 4 Uhr starten wollten. Ich wollte sie zunächst die ersten Kilometer begleiten, entschied mich dann aber dagegen. Ich musste noch etwas schlafen nachholen, weil die Nacht echt viel zu kurz war, und auch bald schon wieder alles vorbereiten und los. Jeder hat zwei Versorgungstüten gepackt, welche ich dann jeweils zu den beiden Checkpoints mitbringen musste. Der Rucksack für den ersten Checkpoint war schon so gut wie fertig und für den zweiten müsste ich nach dem ersten halt nochmal umpacken. Die Sachen im Kühlschrank durfte ich nicht vergessen, aber auch das war alles fein säuberlich beschriftet.

Nachdem ich noch etwas schlafen konnte, fuhr ich mit Paul’s Auto zum Parkplatz „unweit“ des ersten Checkpoints. Da dieser Mitten im Nirgendwo war, musste ich erstmal über 10 km mit einem circa 10 kg schweren Rucksack bewältigen. Dass die Jungs weit hinter ihrem Zeitplan zurücklagen, spielte mir in die Karten, denn ich hätte mir den Weg dorthin nicht so mühsam vorgestellt. Auf den ersten 2 km hieß es gleich mal 350 Höhenmeter auf sehr technischem Untergrund zu bewältigen und ich ging davon aus, dass es die ganze Zeit flach am Bach entlang ginge. Der Lauf war zwar schwierig, aber wunderschön. Nach einem 1 km langen Downhill ging es dann die meiste Zeit flach in Richtung einer kleinen Holzbrücke, wo ich dann bestimmt 2 Stunden gewartet habe. In der Zeit bin ich die Hügel auf der Strecke der Charles Ramsay Round rauf und runter gerannt und habe das erste Mal gemerkt, was genau das Fell Running überhaupt aus- und so besonders macht. Keine Wege, nur knöchel- bis kniehohes Gras und sumpfiges Gelände – und das zerrt richtig an der Kondition.

kurze Rast am Loch Eilde Moor
Langsam fing ich schon an mir Sorgen zu machen, denn die Jungs waren echt sehr weit hinter ihrem Zeitplan und in der Gegend hier hat man keinen Handyempfang. Ich entschloss mich einfach mal der Straße noch ein paar hundert Meter zu folgen und als wäre es Eingebung gewesen, sprang Ole plötzlich vor mir aus dem Sumpf. Er war leicht vom Kurs abgekommen und wäre ich nicht spontan die Straße entlang gelaufen, dann hätten wir uns vielleicht sogar verpasst. Wie gesagt lag der Checkpoint die Straße runter und er war bestimmt 200 m daran vorbei gelaufen. Ich wollte noch auf Paul und Frank warten, allerdings erklärte Ole mir, dass die schon ausgestiegen sind. An Paul nagt wohl doch schon so langsam das Alter und der Schlafmangel der letzten Nächte und Frank hatte sich kurz vor der Tour verletzt. Leider waren die Schmerzen zu groß und so stieg er mit Paul schon ein paar Kilometer vorher den Berg ab in Richtung Parkplatz. Ole meinte, wir würden uns auf der Strecke an einem der Seen treffen, allerdings warteten die schon am Auto auf mich. Ole wollte das Teil ganz alleine weiter bis zum bitteren Ende rocken. Seine Navigationsfähigkeiten ließen mich nicht zweifeln, diese Tortur durch die Berge so ganz alleine und bei dem enormen Zeitrückstand hingegen bereiteten mir doch etwas Sorge. Ole war aber wild entschlossen und so ließ ich ihn nach einer kurzen Pause weiterziehen.

aufgenommen von Ole Evers während seiner Runde
Zum zweiten und letzten Checkpoint reiste ich dann also nicht alleine, sondern Paul und Frank waren stets an meiner Seite. Der Checkpoint befand sich an einer kleinen Staumauer, diesmal nur etwas über 1 km vom Parkplatz entfernt. Auch wenn Ole langsamer war als geplant, so verlor er nicht noch mehr Zeit. Trotzdem mussten wir auf ihn warten und ich entschloss mich mal wieder ihm entgegenzulaufen. Also lief ich vom Loch Treig auf 240 Höhenmetern in Richtung des Gipfels Stob Coire Sgriodain auf über 970 Höhenmetern. Bis ganz auf den Gipfel bin ich dann aber doch nicht gelaufen, bei 830 Höhenmetern war für mich Schluss. Ich hatte Angst Ole zu verpassen, da auch mein Handyakku mit GPS und der Karte den Geist aufgegeben hatte und ich mir nicht mehr 100%ig sicher war, ob ich noch auf Kurs war. Ich stieg dann also einige Zeit später wieder ab und lief Frank und Paul entgegen. Kaum waren wir auf einer Höhe, hörte ich Musik hinter mir, aber ich hatte keine Ahnung, woher diese kam. Dann tauchte Ole plötzlich hinter einem der Hügel auf und wir waren echt erleichtert.

Auch wenn er die 24-Stunden-Marke nicht mehr erreichen konnte, so wollte er die kompletten knapp 100 km trotzdem zu ende laufen. Das letzte Leg, also die letzte Etappe, war nochmal mit 9-10 Stunden angesetzt und so schliefen wir bereits, als irgendwann mitten in der Nacht das Handy klingelte. Ole musste abbrechen, er hat es leider nicht geschafft. Es gab einen Wetterumschwung und bei dem Sturm alleine auf den höchsten Gipfeln Großbritanniens unterwegs zu sein wäre sicherlich keine gute Idee gewesen. So zogen Frank und Paul los um Ole zu suchen, denn auch er musste von dort oben erstmal wieder einige Kilometer hinab ins Tal steigen. Auch wenn mich wirklich ein schlechtes Gewissen plagte, dass ich mich nicht anschloss, so war ich doch froh, dass sie nichts dagegen hatten und ich weiterschlafen durfte. Ich war echt ziemlich fix und fertig, obwohl ich von allen noch am wenigsten geleistet habe.

Laufleistung an diesem Tag:

30,73 km - 1380 Höhenmeter - 4:45 Std.
(davon 20 km mit schwerem Rucksack)

Bob Graham Round:

Charles Ramsay Round:

Mittwoch, 12. Juni 2019

Spendenliste Mai 2019

Schon wieder ein Monat rum? Bei dem ganzen Trouble habe ich ganz vergessen, den letzten Moat zu dokumentieren. Das hole ich jetzt schnell nach und danach überweise ich das Geld direkt an die Wilde Hilde.

DatumKilometerArtMultiplikatorSpendeKommentar
06.05.201911,14 kmLauf0,1 €/km1,11 €Lauftreff
08.05.20195,66 kmLauf0,1 €/km0,57 €zu einem Vortrag über Ernährung
11.05.201911,60 kmLauf0,1 €/km1,16 €Hotelberg am Gardasee erkundet
13.05.201923,64 kmLauf0,1 €/km2,36 €Monte Nota, Monte Denervo, Cima Comer, Monte Rocchetta
14.05.201928,45 kmLauf0,1 €/km2,85 €Limone Skyrace
19.05.201922,58 kmLauf0,1 €/km2,26 €schönes Ründchen durch den Söhrewald
22.05.201913,20 kmLauf0,1 €/km1,32 €Lauftreff
26.05.201911,19 kmLauf0,1 €/km1,12 €Segmentspiel
27.05.201912,69 kmLauf0,1 €/km1,27 €Lauftreff
29.05.201913,49 kmLauf0,1 €/km1,35 €Lauftreff
31.05.201912,99 kmLauf0,1 €/km1,30 €Segmentspiel
Mai 201916,67 €stand 12.06.2019

Das ist aber nicht viel. Dann nehme ich mal noch die Höhenmeter mit dazu. 5.831 Höhenmeter habe ich diesen Monat absolviert und so packe ich nochmal 5,83 € oben drauf.

absolvierte Kilometer166,716,67 €
absolvierte Höhenmeter5.8315,83 €
Mai 201922,50 €stand 12.06.2019